Der Flensburger Güterbahnhof

Gewerbezentrum Flensburger Güterbahnhof

1903 - 1994     1995 - 2010     2010 - 2011     heute


„Flensburgs neuer Güterbahnhof" lautete die Überschrift des Artikels einer damaligen Flensburger Zeitung am 28. November 1933.

... Im Februar 1903 entstanden die ersten Überlegungen des damaligen Eisenbahnpräsidenten Jungnickel, die gesamte Flensburger Bahnhofsanlage umzugestalten.

Einem damals vertraulichen Schreiben an den Oberbürgermeister Dr. Todsen folgten 11 Jahre Planung und Antragsbearbeitung – begleitet von massiven Protesten der Bürger – bis schließlich die Genehmigung im Oktober 1914 erteilt wurde und die Verlegung des Bahnhofs in den Süden von Flensburg beginnen konnte.

Mit dem eigentlichen Bau des Güterbahnhofs selbst wurde allerdings erst im Jahre 1933 begonnen. Zuvor musste der damalige Mühlenteich – der sich im ehemaligen Gletschertopf gebildet hatte – aufgefüllt werden. Ungeheure Erdmassen verschwanden im Moor. 287.000 m³ Erdreich waren am Ende nötig, um die Bebauung an der geplanten Stelle überhaupt möglich zu machen.

Dem gesamten Neubauprojekt der Bahnanlagen lag ein einheitliches Funktions- und Gestaltungskonzept zugrunde, das in dieser Einheitlichkeit und Geschlossenheit für ganz Deutschland einzigartig war (und ist).

Der Güterbahnhof – bestehend aus einem eingeschossigen Kopfbau mit einem zweigeschossigen Mittelrisalit – wurde ergänzt durch zwei Versandschuppen, die gemeinsam eine U-förmige Anlage bilden. Die Anlage wurde als Rotsteingebäude mit flach geneigten Sattel- bzw. Walmdächern errichtet, die bis zum heutigen Tag in ihrer ursprünglichen Form erhalten ist.

Der Güterbahnhof war der letzte Teil der gesamten Bahnhofsanlage, der nach weit mehr als 20 Jahren nach Beginn der Planungen 1934 fertiggestellt wurde.

Seinerzeit hieß die heutige Bahnhofstraße noch „Hindenburgstraße" und führte vom Arbeitsamt zum Reichsbahnhof. Den heutigen „Mühlendamm" nannte man damals noch die „Straße ohne Namen".

Wegen der Gebietsabtretungen an Dänemark Ende des zweiten Weltkrieges wurde Flensburg Grenzstadt und der Flensburger Bahnhof erhielt die Funktion eines Zollbahnhofs.

Nach 60 Betriebsjahren im Güterverkehr erfolgte 1994 schließlich die Stilllegung.
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